„Ich möchte   aufhören!“

„Und ich möchte übernehmen“

Verein zur Förderung der Unternehmensnachfolge e.V.

THRONFOLGE IM UNTERNEHMEN -
JETZT FORTSETZUNG MIT ERFOLG

Wir unterstützen Sie in allen Bereichen!

Nachfolgender offener Brief wurde an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, an den Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, Jörg Felgner, an die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne, sowie an die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen übersandt:

Offener Brief: Unternehmensnachfolge braucht verlässliche Unterstützung durch Politik

Sehr geehrte ...,

die Mitglieder von Thronfolge - Verein zur Förderung der Unternehmensnachfolge e. V. begrüßen, dass sich die neue Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag 2016 zur Förderung der Unternehmensnachfolge bekannt hat. Denn für die erfolgreiche Unternehmensnachfolge brauchen Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in Sachsen-Anhalt verlässliche und nachhaltige politische Rahmenbedingungen. Allerdings halten wir das Bekenntnis für zu unkonkret. Daher wenden wir uns an Sie und bieten unsere Zusammenarbeit an.

Dringenden Handlungsbedarf sehen wir vor allem in folgenden Rahmenbedingungen:

 

Eine Unternehmensnachfolge ist weder mit einer Existenzgründung noch mit einer „normalen“ Unternehmensweiterführung vergleichbar. Das finanzielle Risiko ist aufgrund des Betriebsvermögens, der wirtschaftlichen und erbschaftsteuerlichen Verpflichtungen oft deutlich höher. Auch für Unternehmensnachfolger wird sich die Kreditvergabe künftig weiter verschärfen und verteuern aufgrund hoher Kreditausfälle der Banken, weiterer Verschärfung von Kreditgesetzen und -verordnungen sowie zunehmendem Wettbewerbsdruck innerhalb der Kreditwirtschaft. Deshalb schlagen wir eine eigene Richtlinie für Unternehmensnachfolge in Sachsen-Anhalt“, untersetzt mit finanziellen Förderungen der Unternehmen aus dem bestehenden Finanzvolumen, vor. Sachsen-Anhalt gibt so das sehr klare und notwendige Signal an die KMU.

Dass der Fachkräftesicherungspakt mit der neuen Regierung ins Ministerium für Arbeit und Soziales geht, halten wir für die Sicherung der Unternehmensnachfolge für nicht zielführend, denn diese sollte wie eine Existenzgründung im Wirtschaftsministerium verankert sein.

Zudem sollte die Landesregierung durch mutige Maßnahmen den Bürokratieabbau forcieren, um spürbare Entlastungseffekte für Verwaltung und Unternehmen zu erreichen.

Gern stehen wir als Gesprächspartner zur Weiterentwicklung unserer Vorschläge zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Thomas Schulze

Vorstandsvorsitzender